Thick Data – Haben Sie ihre Kunden schon durchschaut?


Heutzutage stützen sich viele unternehmerische Entscheidungen immer häufiger auf Erkenntnisse aus Datenanalysen. Um Zielgruppen besser zu verstehen und passgenaue Lösungen zu entwickeln, werden von Unternehmen eine Vielzahl an Daten gesammelt und anschließend analysiert. Aber bringt die riesige Sammlung von Daten dem Unternehmen tatsächlich auch einen Mehrwert? Was sagen die Daten über die Motive der Zielgruppe aus?

Veröffentlicht am: 28.05.2018

Der Wunsch nach Vorhersehbarkeit von Bedürfnissen führt dazu, dass Unmengen von Daten gesammelt werden. Die entstandenen Datenmengen sind oftmals sehr groß, komplex, unstrukturiert oder verändern sich schnell. Durch Big Data ist es heutzutage möglich, diese quantitativen verbraucherbezogenen Daten zu erfassen und somit das Zielgruppenverhalten hinsichtlich Trends, Verhaltensweisen und Vorlieben zu analysieren. Die Kernfrage „Was tut die Zielgruppe?“ lässt sich hierdurch bereits bestens beantworten.

Unternehmen richten jedoch oft ihre ganze Aufmerksamkeit auf Big Data und dessen Charts, Zahlen und Fakten und vernachlässigen somit einige der qualitativen Erkenntnisse über die alltäglichen Entscheidungen und Vorlieben ihrer Zielgruppe. Eine quantitative Analyse mit Big Data gibt keinerlei Aufschluss darüber, warum der Verbraucher so agiert, wie er agiert. Das „Warum“ ist jedoch ein wichtiger Aspekt, um die Motivation besser zu verstehen, denn menschliche Gefühle wie Vertrauen oder Angst können Verbraucherentscheidungen maßgeblich beeinflussen. Mit solchen Erkenntnissen können bessere Angebote für die Zielgruppe generiert werden. Das ist ein vollkommen anderer Denkansatz.

Wer seine Zielgruppe jedoch ganzheitlich verstehen und maßgeschneiderte Angebote entwickeln möchte, muss mehr tun, als „nur“ umfassende Datenbestände zu erfassen und diese mittels Big Data Analysen auszuwerten. Die tiefe Gewinnung von Erkenntnissen kann mit Hilfe der so genannten „Thick Data“ und den Methoden, mit denen sie gewonnen werden, erfolgen.

„Thick Data“ sind qualitative Informationen, die Einblicke in den emotionalen Alltag der Kunden geben. Es geht weit über Big Data hinaus und erklärt, warum Kunden bestimmte Vorlieben haben, warum sie sich so verhalten, warum bestimmte Trends hängen bleiben und so weiter. Unternehmen sammeln diese Daten durch Primär- und Sekundärforschung in Form von Umfragen, Fokusgruppen, Interviews, Fragebögen, Videos und anderen Methoden. Kurz gesagt, es sind alle qualitativen Informationsmaterialien, Tools oder Techniken, die Unternehmen dabei helfen, spezifisches Wissen über ihre Zielgruppe zu sammeln. Thick Data kann somit ein erstklassiges Unterscheidungsmerkmal sein, das Unternehmen dabei hilft, die emotionale Art und Weise zu analysieren, in der Menschen ihre Produkte oder Dienstleistungen nutzen, um somit ein besseres Verständnis für ihre Kunden zu entwickeln.

Viele Unternehmen haben dies bereits erkannt und binden neben Big Data auch Thick Data in ihre digitale Strategie ein. Dazu gehört beispielsweise auch Ikea. Auf einer eigenen Web-Seite „Life at Home“ (http://lifeathome.ikea.com/morning#berlin) beschäftigt sich IKEA mit Fragen rund um das Leben zu Hause. Es wird gezeigt, was Menschen zwischen dem Aufstehen und dem Verlassen der Wohnung tun. Zum Beispiel duschen, schminken oder essen. Dank der gesammelten Informationen erhält Ikea ein umfassendes Bild über den sozialen Kontext seiner Kunden. Richtig interpretiert, geben sie Impulse für die Neu- oder Weiterentwicklung von Produkten und Prozessen.

Quelle: https://lifeathome.ikea.com/home/en/

Die Kombination von Big Data und Thick Data birgt große Potentiale für Unternehmen, denn sie erzielen aussagekräftige Antworten auf kundenbezogene Fragen: “Was”, “Wie viel” und “Warum”. Zusammen ergeben Thick Data und Big Data ein mächtiges und hilfreiches Werkzeug.

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Sabrina Treptow HIGH LEVEL Projects

Hallo, mein Name ist Sabrina. Ich bin digitale Transformationmanagerin, Projektmanagerin und beratende Ingenieurin in München.

Ich möchte euch auf dem HIGH LEVEL Projects Blog mit Themen rund um die digitale Transformation in der Immobilienwirtschaft begeistern.

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